Wasserversorgung
In diesem Jahr werden die Geschicke des Röhrmeisters unter die strenge Aufsicht des Stadtrates gestellt, um die gestiegenen Anforderungen der Wasserversorgung, die Verteilung und die damit verbundener Finanzierung sowie Instandhaltung der Röhrleitungen zu allen Jahreszeiten und besonderen Anlässen zu sichern. Muhle führt aus: "Bereits im 15. Jahrhundert werden Trippelsborn und Siechengrund (für die Wasserversorgung von Kamenz) erwähnt.
... (Die Trippelsbornröhre) fasste das Wasser des am Fuße des Hutbergs beim heutigen Eishaufe gelegenen Trippelsborn und führte es der Königsbrücker Vorstadt und einem Wasserhäuschen an der Mönchsmauer zu." Der Trog auf dem St.-Just-Friedhof spendet unaufhaltsam - wie damals - Gießwasser für die Blumen der Gräber und Sträucher, und die Stadtgärtnerei nutzt es für ihre Pflanzen und Bäume.
Von dem Röhr,,Waßer, so aus dem Trippels,, Brunnen kommt, wird ein Drittheil davon, in den Trog, vor dem königsbrückischen Thore, bey dem Gast,,Hoffe zum Goldenen Berge, durch ein Spritze gegeben …
Auszug aus Stadtakte 5984
Quelle
Der Röhrmeister -Wissenswerte aus alten Akten ..
von Peter Müller
Kamenzer Heimatbuch, Heft 6: Prof. Dr. Muhle: Die Wasserversorgung der Stadt Kamenz