Sächsischer König genehmigt eine Flugstation in Kamenz
Seit dem ersten Flug im Jahr 1911 bemühte sich die Stadt Kamenz die Genehmigung für den Bau eines Flugplatzes zu bekommen. "Im Schreiben vom
20. November 1915 des Königlichen Bauausschusses für Fliegerstationen wurde der Stadt der Vorschlag zur Errichtung einer Fliegerstation unterbreitet", so Binder. Sofort ging Kamenz auf Standortsuche. Der Exerzierplatz in Jesau bot die besten Voraussetzungen und so versuchte die Stadt an ihn angrenzende Grundstücke aufzukaufen. Ein zwischen dem Königlichen Bauausschuss und der Stadt Kamenz geschlossener Vertrag legte eine Reihe von Verpflichtungen für Kamenz fest. Die Stadt hatte dafür Sorge zu tragen, die notwendige, 100 ha große Fläche lastenfrei und unentgeltlich an den Staat abzutreten. Bis Mai 1917 sollte das Gelände an die städtischen Zu- und Abwasser- sowie elektrische Licht- und Kraftleitungen angeschlossen werden. Schließlich waren Straßen zu verlegen, Baumbestände abzuschlagen oder zu roden und Flurgrenzsteine zu entfernen. Zudem sollte ein Eisenbahnanschluss hergestellt werden.

Flugplatzbau im Jahr 1919 durch die Baufirma Kranz aus Bautzen
Quelle
Thomas Binder: Das Flugwesen entwickelt sich - Von den Höhen und Tiefen eines Menschheitstraums in Kamenz. In: Sächsische Heimatblätter, 57. Jahrgang, Heft 3/2011, Seite 288 – 293.
Kamenzer Tageblatt, verschiedene Jahrgänge
Gerhard Kaiser und Jürgen Buch: Flugplatz Kamenz. Vom Exerzierplatz zum Verkehrslandeplatz. Kamenz, Aeroshop 2005.
Günter Lippar und Erhard Rosenkranz: Mit Wind und Wolken auf Du und Du. Chronik des Kamenzer Flugsports. Kamenz, Aeroshop 2007.
Stadtarchiv Kamenz: Altes Archiv, Nr. 4527 und 11296.
