Nach dem Stadtbrand in Geldnot
Größeren Schaden richtete 1542 ein Brand an, der bei Asmus Balbierer im Stall hinter seinem Haus am Markt ausbrach, rasch auf die umliegenden Gebäude übergriff und 40 Häuser innerhalb der Stadtmauer vernichtete. Das Feuer weitete sich auf die Königsbrücker Vorstadt aus, wo weitere 16 Häuser und 32 Scheunen in Schutt und Asche gelegt worden waren. Die Stadt war aber nicht nur wegen des Wiederaufbaus nach dem Stadtbrand in eine finanzielle Notlage geraten, sondern auch weil der Deutschbaselitzer Großteich fertiggestellt werden musste. Zu alledem kamen die Ausgaben für die Türkenkriege.
Andreas Günther - von 1522-1569 Stadtschreiber und ab 1543 Bürgermeister von Kamenz - reist nach Prag und erwirkt vom Landesherren, dem böhmischen König, eine gänzliche Abgabenbefreiung auf drei Jahre, den Erlass des fälligen Steuerbetrages und die Genehmigung, fünf Jahre lang einen außerordentlichen Viehzoll erheben zu dürfen.
Damm des Deutschbaselitzer Großteichs mit den uralten Eichen