Postmeilensäule

1725

Kursächsische Postmeilensäulen

Kamenz erhält die Auflage - eine verkehrstechnische Maßnahme August des Starken - drei große Distanz-Säulen aufzustellen.
Vorausgegangen war die Vermessung von Sachsen durch Zürner, der auf dem Gebiet der Kartographie arbeitete. Vom Können Zürners überzeugt, erteilte ihm
Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke) am 12. April 1713 den Befehl zur Landesaufnahme des Kurfürstentums. Den eigentlichen Befehl zur Setzung der Steinernen Säulen erteilte August der Starke am 19. August 1721. Der Kurfürst erließ am 24. Juli 1722 einen Befehl, nachdem alle Ämter aufgefordert wurden, die nötigen Arbeiten unverzüglich durchzuführen. Schließlich erging 1724 ein Mandat, wonach jegliche Beschädigung der Säulen mit „Festungs-Haft“ oder anderer „harter und exemplarischer Strafe“ geahndet wurde.
Die Oberlausitzer Stände bereiteten aber die größten Schwierigkeiten, denn sie lehnten die Aufstellung der Säulen wegen hoher, selbst zu übernehmender Kosten konsequent ab. Sie setzten schließlich durch, dass nur auf den tatsächlichen Poststraßen Säulen gesetzt werden mussten. Die Postmeilensäulen der Stadt Kamenz betreffend, liegt ein Briefwechsel zwischen Zürner und dem städtischen Rat im Stadtarchiv vor.
Ab 1722 wurde das einheitliches Entfernungsmaß, die Wegstunde übernommen. Das heißt, dass eine Meile 2 Wegstunden zu jeweils 2000 Ruten entsprechen. Nach heutigem Maß beträgt eine Postmeile 9,06208 km.
Die Zahlen links vor den Ortsnamen geben die Anzahl der Poststationen bis zu den angeführten Orten an. Eine wichtige Information für den Reisenden, denn eine
Poststation bedeutet Bleibe für die Nacht und eine Mahlzeit.
Das Reisen wird berechenbarer.
Angaben:
1 Wegstunde = ½ Postmeile
=1000 Ruten = 4531 m
Erhalten geblieben ist in Kamenz eine Säule, die mehrfach versetzt und restauriert worden ist.

Sächsische Postmeilensäulen

Quelle

Kamenz: Die blaue Reihe

Wikipedia

Standort

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