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1896

Kamenzer Maschinenfabrik (KMF) Gebr. Heidsieck

Bereits am 15. Oktober 1896 wurde die Kamenzer Maschinenfabrik (KMF) Heidsieck mit zwölf Beschäftigten gegründet.  Der Firmengründer August Heidsieck ehelichte Hedwig Müller, geboren im Jahr 1873 in Kamenz als Tochter des Tuchfabrikanten Emil Oskar Müller. Hedwig Heidsieck war Mitgesellschafterin der BSB Kamenzer Druckmaschinenfabrik Gebr. Heidsieck. Die Brüder August und Gustav Heidsieck stammen aus Jöllenbeck in Ostwestfalen.

 

Druckmaschine PIONIER

 

Seit 1. Juli 1988 ist Frank Unnasch Werkdirektor beziehungsweise Geschäftsführer der Kamenzer Maschinenfabrik GmbH. Schon 1992 kaufte er das über 22.000 Quadratmeter große Gelände von der Treuhand. "Da konnte man entweder alles oder nichts erwerben", erzählt der heute 67-Jährige. "Eigentlich wäre unser Bedarf kleiner gewesen. Zwischenzeitlich hatten wir uns bemüht, über die Jahre die schlimmsten Ruinen auf dem Gelände zu beseitigen, aber wir wurden bei den Fördermittelrichtlinien nicht berücksichtigt", so Frank Unnasch. Mit bis zu 46 Mitarbeitern wurden Maschinenkonstruktionen, einzelnen Maschinenkomponenten und Vorrichtungen, Lohn- und Reparaturarbeiten, Aufarbeitung von Verschleißteilen, Drehen, Fräsen, Zuschnitte gefertigt.
Das Team der Maschinenfabrik umfasste im Jahr 2021 zwölf Frauen und Männer, so viele Mitarbeiter wie im Gründungsjahr. Vor allem wurden Spann- und Schweißvorrichtungen für den Schienenfahrzeugbau sowie Sondermaschinen und Ersatz- sowie Verschleißteile" produziert.


Am 15. Januar 2025 war vom Amtsgericht Dresden über das Vermögen der Kamenzer Maschinenfabrik ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Als Hauptgrund für die Insolvenz nannte der Insolvenzverwalter die wirtschaftliche Situation. Vor allem die hohen Energiekosten haben das Unternehmen stark belastet.

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