OT Spittel eingemeindet
1903 wird der Ortsteil Spittel nach Kamenz eingemeindet.
Über den Ursprung des Dorfes wurde unter den Historikern der Stadt viel diskutiert.

Einige sahen hier das Dorf Kamenz und in der heutigen katholischen Kirche die Jakobus- und Philippus-Kirche der Kamenzer Ersterwähnungsurkunde des Jahres 1225.
Im historischen Ortslexikon von Sachsen ist erstmals 1471 der Name Spittel erwähnt. Noch 1348 wird es dort als Hospitale nostrum des Klosters Marienstern bezeichnet. Die erste urkundliche Fassung der Lokalität erfolgt jedoch schon 1248 bei der dortigen Gründung des Klosters St. Marienstern. Und so ist seine 101 Hektar große Gemarkung nicht eine Ortsgründung des frühen 13. Jahrhunderts, sondern sie zeigt die Ausstattung des von den Herren von Kamenz gegründeten Klosters in dessen unmittelbarem Umfeld an. Übrigens zieren die Turmspitze der heutigen Katholischen Kirche ebenso wie die der Klosterkirche St. Marien in Panschwitz-Kuckau ein Marienstern.

Quelle
Hans Walther und Erika Weber. In: Historisches Ortsnamensbuch von Sachsen. , Band II, My– Z. Akademie Verlag GmbH, Berlin 2001
Norbert Portmann: Ein Abriss der Geschichte des Spittels zu Kamenz.
Foto
Gunther Tschuch
