1346

Gründung des Oberlausitzer Sechstädtebundes

Am 21. August 1346 schlossen sich sechs Städte der Oberlausitz zu einem Städtebund zusammen: Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau und Zittau.
Es handelte sich um ein Bündnis zur Sicherung des Landfriedens in der Region. Auf den Städtetagen verständigte man sich über die Kosten- und Personalverteilung für die Heerführung, über Maßnahmen gegen Raubritter und Straßenlagerei und später über die Verteilung der auferlegten Abgaben.
Die Städte unterstützten sich in vielen Belangen, z. B. bei der Niederschlagung der Aufstände der Zünfte im 14./15. Jahrhundert.
Die Städtetage fanden meist in Löbau statt. Für den anschließenden Umtrunk wurde ein drei Flaschen Wein fassender Konventspokal gefertigt, der noch heute im Oberlausitzer Sechsstädtebund- und Handwerksmuseum Löbau ausgestellt ist.
Der Sechsstädtebund bestand fast 500 Jahre bis 1815, als infolge des Wiener Kongresses das Königreich Sachsen und damit auch die Lausitz geteilt wurde.
Zur Erinnerung an den Sechsstädtebund wurden auf der Schillerpromenade beim Malzhaus sechs Stelen mit den Wappen der sechs Städte installiert, die später aber wieder entfernt wurden.

Malzhaus
Malzhaus

Standort

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