St.-Just-Kirche
Um 1400 hat die 1377 erstmals urkundlich bezeugte St. Just-Kirche vor dem Königsbrücker Tor das Chorgewölbe und ihre prächtige Ausmalung mit Szenen aus dem Leben der Gottesmutter und der Passion Christi erhalten. Dargestellt sind die Geburt und die Passion Christi, das Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen, zahlreiche Engel sowie Heilige.
Die Fresken waren jahrhundertelang unter Putz- und Farbschichten verborgen und erst 1935 wiederentdeckt worden.
Die jüngste Sanierung nahm mehrere Jahre in Anspruch und konnte 2018 abgeschlossen werden. Sie erbrachte ein eindrucksvolles Ergebnis: Farben und Details traten völlig neu hervor, denn durch das Freilegen der mittelalterlichen Originale sind sie wieder in authentischer Fassung erlebbar.
Quelle
http://www.kg-kamenz-cunnersdorf.de/unserekirchen/stjustkirche/
Hermann Knothe: Urkundenbuch der Städte Kamenz und Löbau (Codex diplomaticus Saxoniae Reihe II, Bd. 7), Nr. 33.
Sylke Kaufmann: Von Christus, klugen Jungfrauen und einem Himmel voller Engel - Die Wandmalereien im Chor der St.-Just-Kirche Kamenz.
In: Sächsische Heimatblätter, 71. Jhg., Heft 2/ 2025, S.110 - 114.