1512

Franziskanerkloster erhält Ringmauer

Da das Franziskanerkloster vor den Toren der Stadt errichtet worden war, musste die Stadtmauer erweitert werden. Deshalb baute man eine Ringmauer um das Kloster. Ihre Maße mussten denen der vorhandenen Stadtmauer entsprechen. Die Maße und den Verlauf steckten der Kamenzer Stadtrichter Johann Heidenreich und der Hofrichter Puster aus Neukirch ab. Sie verlief etwa von der Ecke Post-/ Weststraße 4 gerade bis zum heutigen Schulplatz 2. Dazwischen soll sich eine Bastei, der Klosterturm, auch Nachtwächterbastei oder viereckte Pastey, befunden haben. Vollendet wurde die Klostermauer im Jahr 1516 .
Zutritt  nach Kamenz erhielten die Mönche durch das Klostertor, das zwischen zwei Wohnhäusern der Ziegengasse, der heutigen Theaterstraße, von ihnen errichtet worden war. Dafür kauften sie das Wohnhaus von Paul Höfgen, das sie abrissen.

Gurlitt beschreibt die Stadtmauer so:

Nach dem Stadtbrand von 1842 entsteht aus den Mauersteinen der Mönchsmauer das heutige Rathaus.

Urkunde

Mönchsmauer
Mönchsmauer

Quelle

800 Jahre Kamenz - Was Kamenz und die Kamenzer bewegt(e), Kamenz 2025, Herausgeber: Stadtbibliothek Kamenz, S.20-21

Hermann Knothe: Urkundenbuch der Städte Kamenz und Löbau (Codex diplomaticus Saxoniae Reihe II, Bd. 7), Nr. 224.

Enno Bünz, Sabine Zinsmeyer, Dirk Martin Mütze, Christian Schuffels uns Alexander Sembdner (Hgg.): Sächsisches Klosterbuch - Die mittelalterlichen Klöster, Stifte und Kommenden im Gebiet des Freistaates Sachsen, Leipziger Universitätsverlag 2025

Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der Bau-  und Kunstdenkmäler des Königsreichs Sachsen. Sechsunddreißigstes Heft. Die Städte Kamenz und Pulsnitz. S.208.

Norbert Portmann: Das Klostertor in Kamenz.

Standort

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