Bibliothek zum öffentlichen Gebrauch
Bereits 1666 ließ der Konrektor der Ratslateinschule Magister Philipp Ludwig Schertlin an der Ratslateinschule im alten Kloster eine Bibliothek „zum öffentlichen Gebrauch“ einrichten. Der Rat der Stadt Kamenz billigt und unterstützt mit 18 Talern die Gründung. Zum Grundstock der Bibliothek gehörten Handschriften der Mönche, die größtenteils liturgischen und theologischen Inhalts waren, mit denen sie sich auf Predigt und Seelsorge vorbereitet hatten. Die Bücher befanden sich anfangs in der Kapelle im Klostergarten, die 1516 fertig gestellt war.
Der Bestand wurde durch Spenden und Zuschüsse seitens der Stadt stetig erweitert, wie 1676 der Ankauf der 900 Bände umfassenden Bibliothek des Freiberger Stadtphysikus und bedeutenden Chronisten Andreas Möller zeigt. Heute stehen die wertvollen Altbestände im Stadtarchiv.
Quelle
Historische geographisch statistische Topographie oder geschichtliche Beschreibung der Stadt Camenz 1825