Die Mende Orgel in der Klosterkirche St. Annen
Johann Gottlob Mende zählt zu den bedeutendsten sächsischen Orgelbauern der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er orientierte sich in der Bauweise seiner Orgeln konsequent am Vorbild des berühmtesten sächsische Orgelbauers Gottfried Silbermann. Er wurde am 3. August 1787 in Siebenlehn bei Freiberg geboren und ist 14. August 1850 in Leipzig verstorben.
Mendes Instrumente sind ein wichtiges Bindeglied innerhalb des sich wandelnden Orgelklanges von den hellen und strahlenden Silbermann-Orgeln hin zur frühromantischen Klangvorstellung deshalb ist die Wiedergabe z.B. der Orgelsonaten von Felix Mendelssohn Bartholdy besonders gut geeignet. Die Kamenzer Mende-Orgel ist vermutlich das letzte Werk, dass Mende persönlich noch vollendet hat. Sie ist die zweitgrößte von ihm erhaltende Orgel. Ihr Orgelwerk verfügt über 26 Register, zwei Manuale und ein Pedal. Die Abnahme erfolgte noch vor dem Tod Mendes am 1. und 2. Februar 1850 durch den Dresdner Hoforganisten Johann Schneider.
1994 restaurierte die Firma Groß & Soldan aus Waditz bei Bautzen die Orgel. Ihre festliche Wiedereinweihung fand am Reformationstag, 31.10. 1994 statt.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottlob_Mende
http://de.wikipedia.org/wiki/Klosterkirche_St._Annen_(Kamenz)
Foto
Von Paulis - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28771778