Steudel - Fahrräder, Motorräder und Automobile
Im Jahr 1895 begann Horst Steudel in der Pulsnitzer Straße 28 in Kamenz mit der Reparatur von Fahrrädern. Später stellte er Fahrräder und Motorrädern der Marke SATURN her. Aus dem Handwerksbetrieb entwickelte sich eine Firma von hervorragender Stellung im ostsächsischen Maschinen- und Fahrzeugbau.
S - spezielle Überlegungen und Konstruktionen für Antriebsmotoren
T - Technik für verschiedene Bereiche, Fortbewegung zu Land und zu Wasser,
sowie für Stromerzeugung
E - Entwicklung für verschiedene Auftraggeber der Industrie und des Militärs
U - unkompliziert, für einfache Bedienung und Anwendung der Geräte und
Antriebsmaschinen
D - dauerhaft für zuverlässige und lange Laufzeiten
E - einfach für übersichtlichen Aufbau, einfache Reparatur und Bedienung
L - leistungsfähig für technische Daten, Betriebsstoffverbrauch, PS und Drehzahlen.
Es wurde eine Vielzahl von Erzeugnissen entwickelt, oft im Musterbau hergestellt, welche dem Stand der damaligen Zeit entsprachen. Gleichzeitig lag eine hohe handwerkliche Qualität vor.", so Jeschke.

Ab 1904 entstand eine Voiturette mit Einzylindermotor von De Dion-Bouton. Eine Anzahl weiterer Automobile mit Einbaumotoren von Fafnir (inklusive des Omnimobils) und Aster folgten. Es entstanden von 1905 bis 1911 insgesamt 11 Steudel-Wagen einschließlich ihrer Motoren. Ein 16-PS-Sportwagen kann noch heute im Verkehrsmuseum besichtigt werden.


Bis 1911 wurden mit drei Gesellen und drei Lehrlingen in der Pulsnitzer Straße 18 elf Automobile in Handarbeit gefertigt.

1919 zog die Firma als „Motorwagenfabrik Horst Steudel“ in die Maschinenfabrik Haenelt & Laaß, die ab 1907 Fahrstühle, Krananlagen, Transportvorrichtungen, Winden und Flaschenzüge herstellte.
Quelle
Christian Jeschke und Erhard Rosenkranz: Motorenbau in Kamenz - Anregung für die Erforschung einer Betriebsgeschichte. In: Sächsische Heimatblätter, 57. Jahrgang, Heft 3/2011, Seite 282 – 283.
