Einfahrt Garnisionsplatz

1907

Walter Lehweß-Litzmann geboren

Walter Lehweß-Litzmann wurde am 5. Juni 1907 in Bromberg in der Provinz Posen geboren. Er war ein Sohn des Architekten und Fachautors Walter Lehweß und dessen Ehefrau Amélie Lehweß geb. Litzmann. Er wuchs ab 1908 in Berlin auf und machte 1925 das Abitur.

Im Jahre 1925 trat er als Offiziersanwärter in die Reichswehrkavallerie ein. Seit 1929 war er Leutnant im 4. Preußischen Reiter-Regiment in Potsdam. Er  ließ sich1933 privat zum Piloten ausbilden. Bei einem Absturz im gleichen Jahr in Berlin-Staaken verletzte er sich schwer. Nachdem im Jahr 1935 die Luftwaffe in Prenzlau offiziell gebildet worden war, fungierte Lehweß-Litzmann als Hauptmann und Staffelkapitän. Dann wirkte er in Stäben in Süddeutschland beim Aufbau des Luftkreises und Luftflotte 3 sowie 1938 bei der Eingliederung der österreichischen Flugwaffe mit. 1939, nach Absolvierung der Generalstabsakademie und zum Major i. G. befördert, war er als Erster Generalstabsoffizier am Aufbau der 6. Flieger-Division in Frankfurt am Main beteiligt.
Anfang 1943 übernahm er an der Ostfront als Kommodore das Kampfgeschwader 3 und geriet im September durch einen spektakulären Partisanenanschlag in sowjetische Gefangenschaft. Er war am 7. September 1943 beim Flug mit der Ju 88 in seinem Panzersitz aus dem Flugzeug geschleudert worden und mit dem Fallschirm gelandet. Von deutscher Seite als „gefallen“ gemeldet, wurde er rückwirkend zum Oberst i. G. befördert und am 29. Oktober 1943 mit dem Ritterkreuz geehrt.
Im April 1944 schloss er sich als ranghöchster Luftwaffenoffizier dem Nationalkomitee Freies Deutschland an und arbeitete in dessen Medien gegen Hitler und eine Verlängerung des Krieges.
Im Dezember 1945 wurde Lehweß-Litzmann zum Aufbau der Berliner Zeitung nach Deutschland geschickt.

1952 ging er zur Fliegerei zurück und wurde mit seinem vorherigen Dienstgrad als Oberst Chef der fliegerischen Ausbildung der Kasernierten Volkspolizei Luft, danach bis 1959 Kommandeur der Fliegerschule Kamenz, der späteren OHS der LSK/LV. Von 1959 bis 1970 war er Direktor des Flugbetriebs bei der Deutschen Lufthansa DDR, die sich seit 1963 Interflug nannte, wobei er diesen maßgeblich prägte. Am 16. September 1986 starb er in Wildau bei Berlin. Im Rahmen einer großen Trauerfeier in Berlin wurden ihm sowohl zivile als auch militärische Ehren erwiesen .

Quelle

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