Dr. Andreas Günther stiftet in seinem letzten Lebensjahr 1570 den Andreasbrunnen, d.h. die bauliche Einfassung und Verzierung des Brunnens am Markt. Drei toskanische Säulen tragen einen dreieckigen baldachinartigen Aufbau. Auf diesem steht Justitia mit Schwert und Waage. Die drei Seiten des Baldachins zieren das Kamenzer Stadtwappen, das Wappen des Königreiches Böhmen und das deutsche Reichswappen....weiterlesen
Kategorie: 1525 bis 1624
1566
Östlich der Klosterkirche gelegen, war 1516 eine zweigeschossige Kapelle im Klostergarten fertiggestellt worden. Ihr Grundriss war rechteckig. Sie verfügte über eine Außentreppe, die ins zweite Geschoss führte. Dort wurde nach der Übergabe des Klosters an die Stadt die wissenschaftliche Ratsbibliothek und Schulbibliothek untergebracht. Das gewölbten Untergeschoss diente zur Lagerung von Getreide.
1565
Der Rat erbittet beim Kapitel des Franziskanerordens die Übergabe der Klosteranlagen. Das zu Bechin (Stadt in Tschechien) versammelte Kapitel des Franziskanerordens von der Observanz stellt das Kloster zu Kamenz zunächst unter den Schutz des Rates. Man bittet, die Kirchenkleinodien zu bewahren und verweist hinsichtlich der wirklichen Übergabe des Klosters auf die Ankunft des Vaters Minister...weiterlesen
1563
In jenem Jahr besserte man die Stadtbefestigung an mehreren Stellen aus. Es werden u. a. die Pforte zum Königsbrücker Tor, die Ziegeldächer auf den Mauern und Basteien und ein Ofen in einer Bastei repariert. Das eingefallene Stück Mauer bei der Stadtschreiber-Bastei wird von den Maurern wieder "uffgemauert" und Teilstücke der einfachen Mauer und der Zwingermauer...weiterlesen
1560
Mit des 16. Jahrhunderts wird mit dem "Stundischen Gasthof" erfasst und damit sicher die älteste Fremdenunterkunft der Stadt Kamenz. Direkt dem Rathaus gegenüber gelegen, müsste er mit der 1225 an neuer Stelle gegründeten Stadt Kamenz entstanden sein. Schließlich war Kamenz ein Etappenort an der Hohen Straße. Die Herren von Kamenz erhoben hier bis zum Erlöschen...weiterlesen
1547
Die Städte verlieren in dessen Folge -> die Stadtgüter und ihre sonstigen Besitzungen (Kamenz neben seinem Grundbesitz die Ratsdörfer Baselitz, Bernbruch, Biehla, Gelenau, Straßgräbchen und Wiesa) -> sämtliche Privilegien, u. a. die Marktrechte, was hohe Einnahmeverluste mit sich bringt -> ihre Waffen, Geschütze und Munition und -> ihre Gerichtsbarkeit - zuständig werden ein königlicher Richter...weiterlesen
1542
Größeren Schaden richtete 1542 ein Brand an, der bei Asmus Balbierer im Stall hinter seinem Haus am Markt ausbrach, rasch auf die umliegenden Gebäude übergriff und 40 Häuser innerhalb der Stadtmauer vernichtete. Das Feuer weitete sich auf die Königsbrücker Vorstadt aus, wo weitere 16 Häuser und 32 Scheunen in Schutt und Asche gelegt worden waren....weiterlesen
1530
Andreas Dreßler wurde 1530 als Sohn eines Schneiders in Kamenz geboren. Er wirkte bis zu seinem Tod am 7. Dezember 1604 in seiner Vaterstadt und ihrem weiteren Umkreis. So war der Künstler für die Äbtissin Lucia Günther des Klosters St. Marienstern und den dortigen Organisten Nicolaus Glausch tätig, für den Bautzner Domdekan und katholischen Administrator der...weiterlesen
1527
Entgegen dem Willen des Pfarrers Gregor Günther predigt Kaplan Johann Ludwig Ostern 1527 im lutherischen Sinne und spendet der Kirchgemeinde das Abendmahl in beiderlei Gestalt. Ludwig wird daraufhin seines Amtes enthoben und muss die Stadt verlassen. Es dauert noch einige Jahrzehnte, bis sich die Reformation in der Stadt endgültig durchsetzen sollte. Trotz Skepsis und teilweiser...weiterlesen