1757

Garküche

Am 25. Mai 1757 erhielten zehn Fleischbankbesitzer durch den Rat der Stadt Kamenz die Zulassung für die Garküche, die sie abwechselnd betrieben.
Die Garküche ist ein wesentlicher Bestandteil der Zunft der Fleischer und war Vorläufer der modernen Gastronomie. Ihr Name leitet sich vom römischen Standardgewürz Garum ab. Der Begriff »Garküche« stammt aus dem 15. Jahrhundert, als einfache und vor allem preiswerte Speisen anboten wurden. Sie befanden sich vorwiegend in der Nähe der Rathäuser, um die Ratsstuben mit Speisen zu versorgen. Auch Kamenz muss schon Jahrhunderte früher eine Garküche besessen haben. Vor ihrem Umzug im Jahr 1854 in der Klosterstraße 6 befand sie sich neben den Fleischbänken in der Garküchengasse.
Nach dem Stadtbrand von 1842 wurde sie 1844 im Haus der heutigen Rosa Luxemburg Straße 4.
Übrigens heiratete der Onkel von Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Gottlieb Lessing, nach dem Tode seiner ersten Frau die Witwe des Fleischers und Garküchenkochs Christian Fürlens.

 

Garküche in der Zwingerstraße

Quelle

Wikimedia

http://www.kamenzer-wuerstchen.com/ursprung.html

Norbert Portmann: Die Geschichte der Garküche des Hauses Rosa Luxemburg Straße 4. Kamenz 2015,

Foto:

Gunther Tschuch

Standort

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