Klostertor
Im Jahr 1770 wurde das Klostertor mit einem repräsentativen barocken Wohnhaus samt Erker überbaut. Der schmiedeeiserne und zum Teil vergoldete Balkon geht auf Bürgermeister Wilhelm Gottfried Brescius zurück, der das Klostertor am 26. Mai 1796 erwarb. Zum damaligen Zeitpunkt war Brescius noch nicht zum Bürgermeister gewählt worden. In der Mitte des Balkons ist ein „B“ gut zu erkennen, der um 1810 angebaut worden sein soll. Brescius erste Amtszeit beginnt 1803. Entsprechend der Ratsordnung begleitete er dieses Amt alternierend bis zum Jahr 1826. Das wurde 1835 verkauft.
Nach dem großen Stadtbrand von 1842 erbaute J. T. Berndt im Jahr 1844 neu auf. Noch im selben Jahr verkaufte er das Grundstück mit der Flurbuch-Nr. 126, 126a und 126b für einen Preis von 2.100 Taler an die Brüder Karl Gottlob und Karl Traugott Schäfer.
Quelle
Caspar Haberkorn: Annalen der Stadt Kamenz (Haberkornsche Chronik). Bearb. und hg. von Lars-Arne Dannenberg (Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv Kamenz; Bd. 2), Görlitz: Verlag Gunter Oettel 2012
Enno Bünz, Sabine Zinsmeyer, Dirk Martin Mütze, Christian Schuffels uns Alexander Sembdner (Hgg.): Sächsisches Klosterbuch - Die mittelalterlichen Klöster, Stifte und Kommenden im Gebiet des Freistaates Sachsen, Leipziger Universitätsverlag 2025
Lessingstadt Kamenz
Broschüre „Sakrale Schätze“ 2012
Norbert Portmann: Das Klostertor in Kamenz.
