1859

Gamenzer Gnackwärschdl kommen auf den Markt

Anlässlich des Kamenzer Forstfestes im Jahr 1859 stellte der Fleischhauermeister Carl Heinrich Mierisch das erste Kamenzer Würstchen her. Der hohe Anteil an Rindfleisch und natürlich die besondere Rezeptur gaben der echten Kamenzer ihren einzigartigen Geschmack.
Fleischhauermeister Carl Heinrich Mierisch  hatte 1854 das Haus in der Klosterstraße 6 gekauft. Und so war die von seinem Vater gepachtete Garküche, die sich neben den Fleischbänken in der Garküchengasse befand, umgezogen. Hier kreierte er die Rezeptur für die ersten Kamenzer Würstchen, die er erstmals auf dem Kamenzer Forstfest im Jahr 1859 zum Verkauf anbot. Die Würste entstanden eher aus der Not heraus, da er zu diesem Zeitpunkt viel Fleisch vom Rind und Schwein übrig hatte. Die Knackwurst besteht etwa aus zwei Dritteln Rindfleisch und einem Drittel durchwachsenem Schweinefleisch, dass der Fleischer unter anderem mit den typischen Gewürzen wie Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika und Zwiebel versah, die das »Gamenzer Gnackwärschdl« ausmachen.

Carl Heinrich Mierisch

In der Folge hatte jeder Kamenzer Fleischermeister sein eigenes , wohl gehütetes Rezept.

Heute wird die "Kamenzer" sogar mit einem Fest gewürdigt organisiert von der City Initiative Kamenz.

 

 

Quelle

www.kamenz.de/gewerbevereine.html

Norbert Portmann: Die Geschichte der Garküche und des Hauses Rosa Luxemburg Straße 4. Kamenz 2015.

Foto

https://www.kamenzer-wuerstchen.com/fleischereien.html

Standort

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