1905

Hydraulischer Widder

Das Anwachsen der Stadtbevölkerung Ende des 19. Jahrhunderts führte zunehmend zu Problemen bei der Wasserversorgung. So wurde der historische hydraulische Widder gegenüber der Roten Mühle an der Gemarkungsgrenze zu Lückersdorf in einer Höhenlage von 205 m über N.N. erbaut.

   schreibt Muhle.

Rund 20% des Wassers, das sind etwa  115 m³ pro Tag, aus vier Brunnen, die sich auf von der Stadt Kamenz angekauften "Pollacks Wiesen“ befinden, wurde mit der 1905 errichteten dreifach kombinierten Mitteldruckheurekawidderanlage, Nr.6 der Firma Merkel jun. aus Dresden , zum alten Hochbehälter an der Kirschallee gefördert, dabei wurde in einer ca.1.000 m langen Leitung ein Höhenunterschied von ca. 17,20 m ohne zusätzliche Fremdenergie nur mit der Kraft des Wassers überwunden.

Zwar funktionierte das mechanische Pumpwerk hervorragend, aber das Leistungsvolumen reichte für die wachsenden Anforderungen nicht aus, so dass ab 1914 eine elektrisch angetriebene Dreiplungerpumpe der Firma Naeher aus Chemnitz aushelfen musste. Schließlich wurde die Widderanlage 1920 stillgelegt.

Der 1978 als technisches Denkmal anerkannte Widder konnte als Gemeinschaftsprojekt der ewag kamenz, der Stadt Kamenz und des Kamenzer Geschichtsvereins mit Hilfe von Fördermitteln saniert und pünktlich zum 100. Jahrestag feierlich eröffnet werden.

Innenansicht des Widders vor der Sanierung 1999.

 

Standort

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